IVOM-Behandlung

Intravitreale operative Medikamentengabe bei Netzhauterkrankungen

Gezielte Therapie bei Netzhauterkrankungen

Die IVOM (Intravitreale Operative Medikamenteneingabe) ist ein modernes und hocheffektives Verfahren zur Behandlung verschiedener Erkrankungen der Netzhaut. Dabei werden Medikamente direkt in den Glaskörperraum des Auges injiziert, um dort punktgenau am Ort der Erkrankung zu wirken.

Mittels dieser spezialisierten Therapieform lässt sich der Krankheitsverlauf bei vielen Patienten stabilisieren oder sogar eine Verbesserung der Sehschärfe erreichen, die mit herkömmlichen Methoden wie Tabletten oder Augentropfen nicht möglich wäre.

Wir sind auf die Durchführung von IVOM-Behandlungen spezialisiert und begleiten Sie von der detaillierten Diagnostik bis zur konsequenten Nachsorge. Die IVOM bieten wir an allen drei Augen-OP-Zentren an: im Augen-OP-Zentrum Cuxhaven, im Augen-OP-Zentrum Bremerhaven und im Augen-OP-Zentrum Stade.

Was ist eine IVOM?

Unter IVOM versteht man die Injektion von Medikamenten (meist sogenannte VEGF-Hemmer oder Kortisonpräparate) direkt in das Innere des Auges. Dieser Weg wird gewählt, da die Blut-Augen-Schranke verhindert, dass Medikamente in Tablettenform in ausreichender Konzentration am Sehnerv oder der Makula ankommen.

Die häufigsten Indikationen für eine IVOM sind:

  • Feuchte Makuladegeneration (AMD): Zur Hemmung von Gefäßneubildungen und Abdichtung von Flüssigkeitsaustritten.
  • Diabetisches Makulaödem (DMÖ): Behandlung von Schwellungen infolge einer diabetischen Retinopathie.
  • Retinale Venenverschlüsse (Zentral- oder Astvenenthrombose): Abbau von Ödemen nach Gefäßverschlüssen im Auge.
  • Myope Choroidale Neovaskularisation: Bei starker Kurzsichtigkeit auftretende Gefäßveränderungen.
  • Uveitis: Entzündliche Erkrankungen der mittleren, stark pigmentierten und gefäßreichen Schicht des Augapfels (Uvea).

Warum ist eine frühzeitige Behandlung wichtig?

Netzhauterkrankungen wie die feuchte AMD oder das diabetische Makulaödem führen oft zu einer schnellen und massiven Verschlechterung der zentralen Sehschärfe. Ohne Behandlung droht der Verlust der Lesefähigkeit oder des Erkennens von Gesichtern.

Da Schäden an den Sehzellen oft irreversibel sind, ist der Zeitfaktor entscheidend. Je früher eine IVOM-Therapie eingeleitet wird, desto größer ist die Chance, das vorhandene Sehvermögen langfristig zu erhalten oder wiederherzustellen.

Ablauf der IVOM-Behandlung

Vorbereitung & Diagnostik

Vor der ersten Injektion führen wir eine umfassende Untersuchung durch. Mithilfe modernster Technik, wie der optischen Kohärenztomografie (OCT), erstellen wir präzise Schichtbilder Ihrer Netzhaut, um das Ausmaß der Erkrankung festzustellen und den Behandlungsplan individuell festzulegen.

Die Injektion

Die Behandlung erfolgt ambulant in unserem OP-Zentrum unter sterilen Bedingungen:

  1. Betäubung: Das Auge wird durch spezielle Tropfen oberflächlich betäubt, sodass der Eingriff nahezu schmerzfrei ist.
  2. Eingriff: Das Medikament wird mit einer extrem feinen Kanüle in den Glaskörper injiziert. Dies dauert nur wenige Sekunden.
  3. Nachsorge: Unmittelbar nach der Injektion wird die Sehfunktion kurz geprüft. Sie können die Praxis nach einer kurzen Ruhephase wieder verlassen.

Therapie-Schema und Erfolgskontrolle

Eine IVOM ist in der Regel keine Einmalbehandlung. Um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen, wird die Therapie meist nach einem festen Schema (z. B. "Treat and Extend" oder monatliche Injektionen) durchgeführt.

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen in unserer Praxis sind essenziell, um den Therapieerfolg zu überwachen und die Abstände zwischen den Injektionen optimal an Ihren Heilungsverlauf anzupassen.

Wo wird die IVOM durchgeführt?

Wir bieten die IVOM (Intravitreale Operative Medikamenteneingabe) an allen drei Augen-OP-Zentren an. Voruntersuchungen und Therapieplanungen finden an unseren Praxisstandorten statt. 

OP-Zentrum Cuxhaven

Nordersteinstr. 18

OP-Zentrum Bremerhaven

Dr.-Franz-Mertens-Straße 2A

OP-Zentrum Stade

Hohenwedeler Weg 18